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 Kampfregularium  

 
Ein Jeder, der genug Mut besitzt, an dem Turnier zu Ortenberg teilnehmen zu wollen, sei hiermit auferlegt, sich dem folgenden Kampfregularium zu unterwerfen.
 
1.     Die Teilnahme an den Schau- und Trainingskämpfen sowie am Turnier zu Ortenberg ist freiwillig.
 
2.     Ein jeder Teilnehmer muss bei bester Gesundheit sein. Die körperliche und geistige Kraft darf in keiner Weise beeinträchtigt sein.
 
3.     Waffen und Ausrüstung müssen jener Ära entsprechend, die der Teilnehmer darstellt. Abwandlungen die der persönlichen Sicherheit dienen sind in Ordnung solange sie entweder unsichtbar sind (z.B. Protektoren unter der Kleidung), oder das Gesamtbild nicht wesentlich beeinträchtigen (z.B. Stundenglashandschuhe zu einer Kettenrüstung). Moderne, sichtbare Schutzkleidung wie Motorradhelme oder Lacrosse-Handschuhe sind unzulässig.
4.     Schlagkanten und Spitzen der Ausrüstung müssen abgerundet sein. Der Radius für Spitzen beträgt ca. 10mm
 
5.     Die Kanten der Schlagwaffen müssen abgerundet sein und eine Stärke von mindestens 2mm aufweisen.
 
6.     Die Ränder der Schilde sind mit dickem Leder oder mit mindestens 3 Schichten des selbsthaftenden Gewebes zu überziehen. Schilde aus Stahl müssen vor der Schlacht dem Richter vorgelegt und von ihm zugelassen werden. 
 

 

 
7.     Liste der zugelassenen Waffen:
 
o   Einhandschwerter, Säbel, Breitschwerter mit einem Gewicht von max. 1700g.
o   Falchione mit einem Gewicht von max. 1900g.
o   Langschwerter und Langsäbel mit einem Gewicht von max. 2600g. und einer Gesamtlänge bis max. 1400mm
o   Zweihändige Blankwaffen mit einem Gewicht von max. 3800g.
o   Einhändige Äxte mit einem Gewicht von max. 4700g. Die Schlagkante darf nicht kürzer als 70mm sein.
o   Dänenäxte, wenn diese nach Besichtigung durch den Kampfrichter zugelassen werden.
o   Streitkolben und Flegel mit einem Gewicht von max. 2100g.
 
8.     Der Kopf muss mit einem Stahlhelm geschützt sein, der eine Stärke von mind. 2mm hat.
 
9.     Der Helm muss mit einem gut gesteppten Inlett oder mit einem Lederinlett, dem sogenannten „Fallschirm“ ausgestattet sein.
 
10. Rumpf, Arme und Beine sind mit einem Gambeson oder gleichwertigem zu schützen. Ketten- oder Plattenrüstungen sind als zusätzlicher Schutz zugelassen.
 
11. Der Rumpf ist zusätzlich mit Unterkleidung zu schützen. 
 
12. Ein Kämpfer gilt als geschlagen, sobald er auf dem Boden liegt. Ein weiteres stechen, schlagen oder anderes malträtieren des Geschlagenen ist bei Ausschluss von der Schlacht verboten. Auf ausdrücklichen eigenen Wunsch der jeweils beteiligten Kämpfer kann von dieser Regel in Absprache mit dem Schiedsrichter abgewichen werden.
 
13. Das Wort der vom Veranstalter eingesetzten Schiedsrichter hat Gesetzeskraft. Sie alleine entscheiden über Zulässigkeit der Waffen und Ausrüstungen und wachen über die Einhaltung der Fairness während aller Kämpfe. Ihnen obliegt es, einen Kämpfer bei Verstößen oder hinterlistigem Verhalten von den Kämpfen auszuschließen. 
 
Diese Regularien basieren auf dem Regelwerk „Kampfregularium der Schlacht um den Sachenwalt 2017“ von Stefan Eschennase und wurden mit seiner Genehmigung verwendet.
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