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Die Schmiede

 

 

Die Tätigkeit des Schmieds, das Herstellen von Gegenstände in der Glut des Feuers fasziniert die Menschen seit jeher. Diesen Handwerkern sind in dem antiken Griechenland bzw. Rom sogar mit Hephaistos und Vulcanus eigene Gottheiten zugeordnet und auch im germanischen Kulturkreis zeichnet sich die Sonderstellung ab, die in den Sagen um Siegfried den Drachentöter oder Wieland den Schmied ihren Widerhall findet.
Wir möchten mit unserem Nachbau einer Feldschmiede wie sie auch im Mittelalter ausgesehen haben könnte den Besuchern dieses alte Handwerk ein wenig näher bringen. Historisches Handwerk nicht nur zum zusehen, sondern auch zum Mitmachen. Wer es sich zutraut darf gerne auch selber ein Stück glühenden Stahls mit Hammer und Amboss bearbeiten.
Wir fertigen allerlei Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Seien es Gebrauchsmesser für das Lager, Heringe zur Zeltabspannung oder Feuerhaken für die Kochstelle. Pfeilspitzen für eure Pfeile..... fragt uns einfach, wir versuchen euren Vorstellungen gerecht zu werden. Insbesondere liegt uns sehr viel daran mit den Kindern einen kleinen Essspiess herzustellen, wobei sie selber Hand anlegen müssen.

 

 

Schwertkampf

 

Das Leben im 13. Jahrundert war geprägt von bewaffneten Konflikten, weshalb auch ein Teil unserer Gruppe sich im Umgang mit historischen Waffen (das lange Schwert, Schwert und Schild, u.v.m.) übt. Dies tun wir indem wir uns an überlieferten Texten orientieren (Tallhofer, Lichtenauer, Fiore dei Liberi de Premariacco, u.a.). Unser Ziel ist es einer realistischen Umsetzung der überlieferten Kampfesweisen so nahe wie möglich zu kommen, weshalb wir einen eigenen Codex verwenden und uns nicht an Systeme wie den Codex Belli binden. Mindestens alle zwei Wochen (meist Sonntags) treffen wir uns zum Training. 

 

 

Möbelbau

 

 

Die von uns auf Märkten und Lagern verwendeten Möbel (Truhen, Tische, Bänke, Betten u.v.m.) werden von uns selbst an den sogenannten "Bauwochenenden" und in der jeweiligen Freizeit gefertig. Hierbei legen wir besonderen Wert darauf, soweit wie möglich nur geschichtlich passende Verbindungen (u.a. keine Schrauben!) etc. zu verwenden und die Möbel trotzdem so transportabel wie möglich zu halten.

 

 

Bogenschießen

 

 

Der Umgang mit Pfeil und Bogen war im 13. Jahrhundert weit verbreitet, war es doch insbesondere für die Landbevölkerung eine der wenigen Möglichkeiten Fleisch auf den Tisch bringen (so ihnen das Jagen gestattet war bzw. sie sich nicht erwischen ließen). Doch auch damals war es bereits auch eine Möglichkeit in sportlichem Wettstreit untereinander für Ablenkung und Kurzweil zu sorgen. Aus diesem Grund besitzt unser Verein einen "mobilen" Bogenstand, den wir auf Wunsch (und Platz) der Veranstalter auch gern auf Märkte mitbringen. Abseits der Märkte gibt es in der Nähe des Vereinsheims die Möglichkeit das Bogenschießen zu praktizieren. Bei den Bögen sind von orginalgetreuen Selfbows bis hin zu moderen Langbögen alles vertreten (die einzige Bedingung - es dürfen keine modernen Zielhilfen und keine Kraftverstärkung verwendet werden). 

 

 

Gewandung

 

Die Kleidung die wir auf Märkten und Veranstaltungen tragen, nennen wir Gewandung (bitte nicht Kostüm, Tracht oder "Häs" nennen). Diese lassen wir entweder nach historischen Vorbildern anfertigen (auch Schneider wollen leben) oder nähen sie selbst. Auch hier besteht die Möglichkeit wie auch bei den anderen Tätigkeiten aktiv von den anderen Mitgliedern zu lernen.

 

 

Abschlusswort

 

Bevor der Eindruck entsteht, wir wären Universalgenies: Natürlich kann keiner von uns alles. Der Eine ist ein toller Schmied aber ein lausiger Bogenschütze, der andere ein fantastischer Zimmermann, dafür sticht er sich beim Nähen neue Piercing-Löcher. Lange Rede kurzer Sinn - ein jeder ist bei uns willkommen, auch wenn er sich nur für ein bestimmtes Thema interessiert. Wir sind eine Gemeinschaft - wir helfen und lernen von einander. Alles andere kommt mit der Zeit.

Communis Considere e.V. - Hauptstrasse 74 - 77966 Kappel-Grafenhausen
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